Die einfachste Yogaübung der Welt

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Du bist kurz vorm Durchdrehen vor lauter Stress?

Du kannst dich kaum noch konzentrieren? Bei jeder Kleinigkeit könntest du ausflippen?
Dann habe ich eine Idee für dich. Du musst dabei gar nichts tun, aber dies 10 Minuten lang, einmal am Tag.

10 Minuten mal gar nichts machen. Einfach Sendepause! Denkst du, du kannst das schaffen? Genau – du musst es nur tun. Darin liegt die Herausforderung.
Ich verspreche dir etwas: wenn du diese Übung regelmäßig jeden Tag übst, wirst du eine Veränderung spüren.

Die Praktik, von der hier die Rede ist, heißt Shavasana und kommt aus dem Yoga. Übersetzt bedeutet dieser Ausdruck aus dem Sanskrit Totenlage. Ich gebe zu, dass das erstmal nicht so einladend klingt, aber lass dich davon nicht abschrecken.

Was dir Shavasana bringt:

  1. Dein gesamter Organismus entspannt, Stresshormone werden abgebaut.
  2. Der Geist wird erfrischt, mentale Spannungen werden verringert.
  3. Müdigkeit verschwindet.
  4. Erkältungen und stressbedingten Krankheiten wird vorgebeugt.
  5. Ruhe und Ausgeglichenheit stellen sich ein.
  6. Das Immunsystem wird angeregt.

Als Break zwischen Arbeit und Freizeit ist die Übung besonders super. So tankst du schnell verbrauchte Energie wieder auf und kannst entspannt deinen Feierabend genießen.

Auch wenn du Probleme mit dem Einschlafen hast, ist Shavasana eine gute Hilfe. Zu diesem Zweck kannst du es direkt im Bett ausführen.

Für hibbelige Kinder ist die Übung auch geeignet. Am besten spielerisch nach dem Motto: Wer schafft es länger nichts, aber auch gar nichts, noch nicht mal den kleinen Finger zu bewegen?

Bist du geschwächt durch eine Krankheit und erholst dich nur langsam? Gerade dann unterstützt die Übung den Heilungsprozess. Vor allem ist sie auch sehr leicht auszuführen, wie du gleich siehst.

Du willst es ausprobieren?

Hier kommt die

Anleitung zum Nichts-Tun

  • Stell dir den Wecker oder einen Timer auf die Zeitspanne von 10 Minuten ein.
  • Lege dich einfach auf den Boden (lege Dir eine Decke, eine Yogamatte oder ähnliches unter). Mache diese Übung nicht im Bett. zumindest wenn du später noch einen Termin hast. Die Gefahr einzuschlafen, ist sonst einfach zu groß.
  • Gebe die Beine etwa hüftbreit auseinander. Spreize die Arme etwas vom Körper ab. Zieh das Kinn ganz Leicht zum Brustbein, sodass sich dein Nacken gut streckt.
  • Atme ein paarmal tief durch. Wenn du einatmest, hebt sich natürlicherweise dein Bauch; bei der Ausatmung senkt er sich (ja, so geht richtige Atmung ;=)).
  • Bleibe ab jetzt die ganze Übung hindurch bewegungslos liegen. Völlig bewegungslos liegen – das ist wichtig für den Erfolg der Übung.
  • Dann gehe gedanklich mit deiner Aufmerksamkeit durch deinen Körper: Füße, Beine, Gesäß, Rumpf, Arme, Nacken, Hals, Kopf.
  • Nun lass alle Gedanken los und bleibe einfach liegen bis die 10 Minuten um sind.
    Sollten Gedanken kommen, dann gib einfach keine Kraft hinein, folge ihnen nicht, lass dich nicht darin verstricken. Beobachte sie nur. So wie ein Stück Treibholz einen Fluss entlang treibt, so lass deine Gedanken an dir vorbeitreiben und konzentriere dich wieder auf den Atem.

Wenn die 10 Minuten vorüber sind, dann bleibe noch einen Weile liegen. Halte die Augen geschlossen, während du mit deinem Bewusstsein wieder an Ort und Stelle zurückkehrst.
Mache dir bewusst, wo du bist und wie spät es ist. Bringe langsam Bewegung in Hände und Füße. Strecke dich. Dann setze dich auf und öffne die Augen. Blicke dich langsam im Raum um, nimm die Farben wahr, höre die Geräusche.

Das ist auch schon alles. Just do it!Blume

Zum Schluss verrate ich Dir noch etwas: Shavasana ist nicht die einfachste Yogaübung, die es gibt.

Es sieht nur so aus.

In Wahrheit fällt es den meisten Menschen nämlich ziemlich schwer, einmal nichts zu tun.

Bildquelle: www.unsplash.com


3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Bettina :)
    sieh mal an!
    Nachdem ich vor 2 Wochen zum ersten Mal beim Yoga war, es an meinem momentanen Aufenthaltsort aber kein Yoga-Studio gibt, mach ich jeden Morgen über Youtube einen „Sonnengruß für Anfänger“ ;)
    Am Ende empfiehlt die Sprecherin immer, eine Übung zu machen, die ich bisher nie gehört hatte und daher natürlich auch nicht machen könnte.
    Sie redet tatsächlich von Shavasana! :)
    Nun weiß ich endlich Bescheid. Mal sehen, ob ich das versuche. Ich meditiere ja fast jeden Tag, aber meistens geführte Meditationen.

    Lieben Gruß
    Linda

    • Liebe Linda,
      freu, freu…Dies ist der erste Kommentar auf meinem Blog!Und noch dazu so ein netter!:)

      Ja, Shavasana am Ende der Yogapraxis zu machen ist immer super. Es vervollständigt und vertieft diese quasi. Und nach dem Sonnegruß hilft es, wieder runterzukommen, sodass sich die Atmung auch wieder normalisiert. Du kannst es anfänglich auch kürzer halten.

      Lieben Gruß
      Bettina

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