Fühl dich gut: Was du im Herbst für dich tun kannst

Herbst

An den Schuhen kleben ein paar Blätter und etwas Schlamm; und die Haare sind nun doch nass geworden vom feinen Regen.
Gerade komme ich von meinem Spaziergang zurück. In meiner Jackentasche befinden sich 2 Kastanien. Ich weiß gar nicht, warum ich die aufgesammelt habe. Sie glänzen einfach so schön – und außerdem hat man das doch als Kind immer so gemacht:-)

Einfachheit und Fülle

„Es gibt keine Wunder mehr.“ – Gibt es sie wirklich nicht mehr? Seit wann? Heute nachmittag gab es sie noch, als ich in den Wald ging und, vor dem tosenden Wind geschützt, in einen hellen, wundersamen Sonnenschein trat.
(…) Wer kann den ziehenden Wolken nachsehen oder zu seinen Füßen ein Moos oder einen Stein anschauen und behaupten, es gäbe keine Wunder mehr?
– Ralph Waldo Emerson –

Ich liebe diese kurzen Auszeiten, allein in der Natur: Der Blick schärft sich für Details und scheinbar Nebensächliches. Aus etwas Kleinem wir Großartiges.
Alles bekommt die Bedeutung, die ich den Dingen mit meiner Aufmerksamkeit gebe.

Natürlich weiß ich, dass Enten nicht frieren im kalten Wasser. Aber jedes Mal wundere ich mich wieder darüber und freue mich über die munteren Schwimmer im nunmehr kühlen Teich.
Und gleich komme ich wieder auf die Weggabelung, an der es nach Zuckerwatte duftet. Ehrlich jetzt! Und auch dieses Mal finde ich nicht heraus, welch wunderbare Pflanze den süßen Duft verströmt.
Die Blätter regnen rechts und links wie Goldtaler zu Boden und bilden einen lichten Teppich bevor alles innerhalb der nächsten Wochen zu einem einheitlichem grauen Matsch wird.

Herbst2Die Luft riecht nach feuchter Erde. Modrig, aber gut. Irgendwie hilft mir das, mich zu erden – Runterkommen von dem ganzen Gelaber im Kopf.
Wird es ruhiger im Geist,  dann kommen die genialen Einfälle. Für mich sind sie jedenfalls genial. Na ja, wenigstens in diesem Moment. Und wie immer ärgere ich mich, dass ich kein Notizbuch bei mir habe, um die gedanklichen Schnappschüsse festzuhalten.

Der Herbst ist keine Zeit für Eile und Hektik. Die Blätter fallen schließlich auch nur, wenn es wirklich Zeit dafür ist. Zeit für mehr Stille und Rückzug. Und Zeit, die Ernte zu feiern.

Tu‘ dir gut im Herbst – Anregungen für Körper, Geist und Seele

Freie Seele, klarer Geist

Reflektiere die vergangenen Monate:
Das Jahr neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Zeit, zu reflektieren: Was willst du in diesem Jahr noch zu Ende bringen? Wo möchtest du noch Energie reingeben, damit das Ganze eine runde, abgeschlossene Sache wird?

Feiere die Ernte:
Feiere andererseits auch die Ernte: Was hast du dieses Jahr vollbracht? Das können konkrete Erfolgserlebnisse sein, aber auch bestimmte Entwicklungsstationen, durch die du gegangen bist.

Geh’s mal ruhiger an:
Die Abende werden wieder länger und auch dunkler. Kuschel dich bei Kerzenschein in eine mollige Decke und genieße einen heißen Kakao. Lass einfach die Gedanken schweifen, entweder in Stille oder lausche leiser Musik.

Sei mal wieder kreativ:
Aktiviere dein kreatives Selbst. Egal ob basteln, malen, stricken…Lässt sich alles lernen (Ich bin immer noch stolz wie Bolle auf meinen ersten und bisher einzigen selbstgestrickten Schal).

Der Körper, dein Tempel

Geh in die Natur:
Mache einen Spaziergang und nimm die Elemente mit all deinen Sinnen wahr. Dafür kann schon der Weg bis zum Bäcker o.ä. ausreichend sein. Schnuppere bewusst die erdige, feuchte Luft und achte auch auf all die kleinen Details, die du normalerweise nicht wahrnimmst.

Reinige deinen Körper:
Der Körper neigt dazu, im Herbst Schlacken anzusammeln. Es nun die perfekte Zeit für sanfte innerliche Reinigungen. Du kannst z.B. einige Zeit jeden Morgen Heilerde einnehmen. Noch mehr Anregungen dazu findest du hier.

Stärke deine Abwehrkräfte:
Mit ätherischen Ölen kannst du wunderbar dein Immunsystem stärken und die Raumluft desinfizieren.
Einfach ein paar Tropfen naturreines, ätherisches Öl (Teebaum, Eukalyptus, Zitrone oder Lavendel) in der Duftlampe verdampfen. Sehr wirksam für die Atemwege ist auch die Trockeninhalation. Gib dazu einfach 1-2 Tropfen ätherisches Öl auf ein Papiertaschentuch und schnuppere daran. Du kannst das Taschentuh auch über Nacht neben dein Kofkissen legen.

Dein Lebensraum

Mach es dir gemütlich:Herbst3
Mach es dir so richtig behaglich und gestalte deinen Raum auf dir eigene Weise: Ein paar Zweige und Kastanien als Deko oder nur eine schlichte Kerze. Was auch immer dir gefällt.
Ich mag z.B. sehr gern Salzlampen, da sie ein angenehmes, warmes Licht verbreiten. Ich mache sie gleich als erstes am frühen Morgen an, wenn es noch ganz dunkel ist. Das fällt mir leichter als gleich die volle Helligkeitsdröhnung der normalen Lampe zu ertragen.

Vebessere die Atmosphäre:
Mit ätherischen Ölen, die dich freudvoll stimmen und die Seele wärmen, fühlst du dich gleich viel wohler: Orange und Mandarine duften schön fruchtig; etwas Nelke sorgt für eine warme und würzige Note.

Lass los, was du nicht mehr brauchst:
So langsam wird es auch Zeit, die Sommersachen zu verstauen. Vielleicht fallen dir beim Aufräumen Gegenstände oder auch Bekleidung in die Hände, die du nicht mehr brauchst. Dann verschenke sie und gehe so leichter auf das neue Jahr zu.

Das waren meine Tipps für die bunte Jahreszeit. Blatt
Jetzt bist du dran: Wie lässt du es dir gut gehen im Herbst? Was ist dir wichtig in dieser Zeit?

Fotos: unsplash.com

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das sind wirklich sehr schöne Tipps für den Herbst! Ich mag am liebsten lange Spaziergänge im bunten Laub, neue Teesorten ausprobieren und Filme gucken ;)
    Liebe Grüße,
    Ela

    • Hallo Ela,
      Danke Dir für Deinen netten Kommentar.
      Au ja, ich könnte mal wieder mein Teesortiment aufstocken. Und Filme schauen kommt sehr gut bei trübem nasskaltem Wetter ;-)
      Herzliche Grüße
      Bettina