In Zeiten wie diesen…

Peace

Ich will ehrlich sein:  Mir geht es nicht besonders gut zurzeit.

Und das liegt nur zum Teil an der Grippe, die mich vor mehr als einer Woche erwischt hat. Körperlich geht es mir langsam wieder besser. Nur meine Lebensfreude und Inpiration wollen sich noch nicht so recht wieder einstellen.

In meinem Kopf kreisen Bilder von Flüchtlingsströmen, angezündeten Unterkünften, Terror und Gewalt. Tiefe Traurigkeit und Ratlosigkeit machen sich bei mir breit, wenn ich mir so die Situationin in der ganzen Welt betrachte. Die Welt ist aus den Fugen, und ich selber kann scheinbar nur hilflos zuschauen. Angesichts dieser Hilflosigkeit kann sich bei mir noch nicht einmal Wut einstellen auf die, die hierzulande geflüchtete Menschen wie Dreck behandeln.

Da ist nur diese Traurigkeit…darüber wie Menschen andere Menschen behandeln…darüber, dass Krieg und Terror kein Ende nehmen…darüber, dass es immer nur um Geld und Macht geht…darüber, dass manche den Hals niemals voll kriegen…darüber, dass die Welt nicht so schön ist, wie sie sein könnte.

Ich habe mich kürzlich mit einem mir nahe stehenden Menschen über dieses Gefühl der Ohnmacht unterhalten. Ihm geht es da ähnlich. Seiner Meinung nach kann man nur im Kleinen bei sich selbst anfangen: Selber schauen, wie man andere beandelt, das eigene Tun im nahen Umfeld hinterfragen.

Ich frage mich, ob ich das genug tue. Oft bin ich ganz egoistisch mit mir selbst beschäftigt…

Eines kann jedoch jeder Mensch ganz leicht tun: Mitgefühl haben und entwickeln. Mit denen, die leiden; die alles verloren haben und die nicht weiter wissen.

Wem es an Mitgefühlt magelt, der kann sich fragen, wie er sich selbst angesichts solcher Umstände fühlen würde. Oder was wäre, wenn die eigene Familie betroffen wäre. Ist es nicht das Recht eines jeden Menschen, sich aus menschenunwürdigen Zuständen befreien zu wollen?
Oder ganz einfach: Jeder kann in seiner eigenen Familienchronik nach Flüchtlings-Schicksalen suchen. Ich bin mir sicher, die meisten werden fündig.

Die buddhistischen Metta-Wünsche sagen aus, was sich wohl jeder für sein eigenes Leben wünscht. Aber diese Wünsche sind für alle da, nicht nur für Menschen unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft:

Mögest du glücklich sein.

Mögest du dich sicher und geborgen fühlen.

Mögest du  gesund sein.

Mögest du leicht und unbeschwert durchs Leben gehen.

Und wer glaubt, dass die Flüchtlinge, doch einfach dahin zurück gehen sollen, wo sie hergekommen sind, der kann sich dies hier anschauen und sein Herz auftauen.

Du bist ein Mensch!  Also geh in dein Herz! Finde unter all den Schichten von Angst dein Mitgefühl!

Foto: unsplash.com

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