Mehr Selbstliebe: Eine einfache Meditationstechnik

5

Bist du jemand, der viel für andere tut, aber sich selbst dabei manchmal vergisst? Möchtest du gelassener und friedvoller sein im Umgang mit dir selbst und mit anderen Menschen?
Dann ist vielleicht die folgende Meditations-Technik etwas für dich? Sie ist einfach, überall ausführbar, und du benötigst dafür nur 5 Minuten Zeit.

Meditation für SelbstliebeBlume

  • Finde eine bequeme Sitzposition. Das kann auf dem Boden sein oder auf einem Stuhl.
  • Schließe die Augen und nimm deinen natürlichen Atem wahr. Nimm die Gedanken wahr und lasse sie dann ohne Wertung in deinem Geist vorüber ziehen.
  • Konzentriere dich nun auf deinen Herz-Raum. Ich meine nicht dein physisches Herz, sondern etwa die Mitte deines Brustkorbs.
  • Sage nun liebevoll in Gedanken zu dir selbst folgende 4 Wünsche:

     

    Möge ich glücklich sein.

    Möge ich mich sicher und geborgen fühlen.

    Möge ich gesund sein.

    Möge ich leicht und unbeschwert durchs Leben gehen.

  • Sprich die Worte langsam und achtsam. Registriere die Gedanken und Gefühle, die dabei in dir aufkommen. Wenn du magst, kannst du die einzelnen Wünsche mehrfach sprechen. Tue dies, solange du magst. Das können auch nur 3 Minuten sein.
  • Bleibe danach noch einen Moment sitzen. Spüre, wie der Raum deines Herzens sich jetzt anfühlt. Genieße die Stille und deinen friedvollen Geist.Die besten Resultate stellen sich ein, wenn du regelmäßig und möglichst immer zur gleichen Zeit übst.

Du kannst diese Übung sehr vielseitig verwenden und auch abwandeln. Probiere doch auch einmal folgende Varianten:

– Nutze die Wartezeiten, z. B. im Supermarkt für die Übung.
– Sage dir die Wünsche abends vor dem Einschlafen oder morgens kurz nach dem Aufwachen.
– Formuliere die Sätze so um, dass es stimmiger für dich ist.
– Wenn du eine andere Übungspraxis hast, kannst du mit den 4 Segenswünschen starten oder sie auch an das Ende setzen.
– Halte ein paarmal während des Tages inne und sprich gedanklich die Wünsche.
– Picke dir nur einen Wunsch raus, wenn du magst.

Die Meditation der Selbstliebe ist Teil der buddhistischen Metta-Meditation. Metta bedeutet soviel wie liebende Güte. Traditionell werden hierbei die Segenswünsche auch an andere Personen gegeben.
Der erste Schritt ist es jedoch, bei sich selbst anzufangen.
Wenn du dich selbst annehmen kannst, wie du bist, mit all den kleinen Macken und Eigenheiten – dann fällt es dir auch bei anderen leichter. ;=)

Bild: unsplash.com

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Meditation ist sehr schön, um den inneren Kern zu finden. In einer Welt voller Leistung und Konsum, leben wir oftmals nur im außen,wobei wir vergessen, auf uns selbst zu hören.

    Durch Meditation zapfen wir aber wieder unsere eigene Quelle an. Wenn du dich nicht im außen abhängig machst, kannst du viel intensiver leben. Was ist wenn dein Haus abbrennt, dein Auto kaputt ist oder deine Rolex geklaut wird?Wenn deine Säule des Glückes darauf basiert, wirst du nie glücklich werden. Wenn du das Glück in dir selbst findest, können dich materielle Dinge natürlich zusätzlich happy machen, aber es sollte niemals die Grundlage sein. Die Grundlage des Glückes trägst du in dir selbst.

    Durch Meditation kannst du diesen Kern wieder anzapfen.Auch Hypnose ist dafür bestens geeignet.

    LG,Daniel

  2. Hallo Daniel,
    sehr schön erklärt! Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Die innere Quelle führt zum Glück, nicht der Konsum (wie uns die Werbung/Medien glauben machen wollen).
    Viele Grüße
    Bettina